Winter in Maine von Gerard Donovan

Ein Buch, um das ich in der Buchhandlung schon eine ganze Weile herumgeschlichen bin und das mir auch von den Thalia-Mitarbeitern besonders ans Herz gelegt wurde.

Es geht um Julius Winsome, der alleine in seinem kleinen Häuschen mitten im Wald lebt. Wie diese Wohnsituation schon vermuten lässt,  ist Julius ein Einzelgänger, der in Gesellschaft seines Hundes Hobbes und umgeben von all seinen Büchern ein zurückgezogenes Leben führt. Diese ungestörte Ruhe wird jedoch eines Tages durch Schüsse unterbrochen. – Im Grunde nicht ungewöhnlich, da sich des öfteren Jäger in dem riesigen Waldgebiet aufhalten. Doch dann kommt Hobbes nicht zum Haus zurück…

Mehr möchte ich an dieser Stelle zum Inhalt des Buches nicht verraten. Wie meiner Meinung nach so oft verrät auch der Klappentext des Buches zu viel. Wer also Interesse daran hat, sollte auch von den Inhaltsangaben auf Amazon oder sonstigen Portalen Abstand nehmen.

Aber nun zu meinem Eindruck:

Schon Julius‘ Lebensraum hat mich sehr gereizt. Die Einsamkeit und das Gefühl, sich selbst genug zu sein, waren Motive, die mich zu diesem Buch greifen ließen.

Julius ist mir als Mensch während des Lesens näher gekommen. Auch wenn ich sein Handeln und seine Gedanken bis zum Schluss als nur schwer nachvollziehbar empfunden habe, ist er ein Protagonist, der mir wohl noch länger in Erinnerung bleiben wird. Ein solch schrulliger, eigenbrötlerischer Mensch ist mir in Büchern selten begegnet.  Doch trotz dieses ungewöhnlichen Charakters empfand ich Sympathie. Unweigerlich musste ich mich fragen, ob sein Leben in Einsamkeit überhaupt anders hätte verlaufen können. Die Kindheitserinnerungen, die immer wieder in die Geschichte eingeflochten werden, haben bei mir das Gefühl geweckt, dass seine Art zu leben vorgezeichnet war. Seiner Entwicklung zu folgen war deshalb besonders interessant.

Seine Beziehung zu Claire, einer Frau aus einer benachbarten Stadt,  zeigt, dass er die absolute Einsamkeit keineswegs genießt. Hat sie es ihm erst aufgezeigt oder war es ihm im Grunde schon vorher bewusst? Die Beziehung zu ihr scheitert jedoch und Julius versucht zu einem Alltag zurückzukehren, die ihm vorher ausgefüllt schien. Dies gelingt ihm nur äußerlich.

Wie dieses Buch schließlich zu Ende geht, war daher für mich persönlich eher nebensächlich.

Winter in Maine war ein gutes Buch, das mich zur richtigen Zeit erwischt hat. Trotz einiger „Vorfälle“ in der Handlung (die hier nicht weiter präzisiert werden sollen) ist es ein ruhiges, bedächtiges Buch, das Einblick in den Charakter eines Menschen gibt und manchmal auch streift, weshalb ein Mensch so wird wie er ist. Abgesehen von ein paar Schwächen kann ich dieses Buch durchaus weiterempfehlen. Wer allerdings Spannung und mitreißende Wendungen erwartet, ist hier eindeutig an der falschen Stelle.



Luchterhand Literaturverlag
gebunden
208 Seiten
Ersterscheinung 2009
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Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt

Zu diesem Buch ist eine ausführliche Rezension wohl unnötig. Jeder hat zumindest schon mal davon gehört und kennt in groben Zügen die Geschichte. Vor ein paar Jahren ging das Buch auch durch meinen Bekanntenkreis, aber zu dieser Zeit hatte ich noch kein Interesse an einer autobiografischen und zudem todtraurigen Geschichte. Und nun habe ich sie doch gelesen, eigentlich nur, weil ich das Buch zu einem unglaublich günstigen Preis erstehen konnte.

Und nun muss ich zugeben, dass die Begeisterung rund um das Buch gerechtfertigt ist. Besonders bewegend war für mich, dass die Geschichte nicht aus der Sicht des im Nachhinein nachsinnenden Frank McCourt geschrieben wurde, sondern aus der Perspektive des zunächst 4jährigen, dann 6-, 9-, 10jährigen Franks. Man spürt seine kindliche Verwirrung, sein Unverständnis, wenn z.B. sein Vater die Finger von den „Pints“ nicht lassen kann oder seine kleine Schwester stirbt:

„Margaret kann er nicht mehr haben, denn die ist wie der Hund auf der Straße, den sie weggeschafft haben. Ich weiß nicht, warum sie weggeschafft wurde. Meine Mutter hat gesagt, sie ist in ihrem Kinderwagen gestorben, und das ist wohl so, als würde man vom Auto überfahren, denn hinterher schaffen sie einen weg.

Ich wünsche mir, dass Margaret wieder da ist, wegen der Suppe. Ich könnte sie füttern, so wie Mrs. Leibowitz meine Mutter füttert, und sie würde glucksen und lachen wie bei Dad. Sie würde nicht mehr weinen und meine Mutter würde nicht mehr Tag und Nacht im Bett liegen…“ 

Gerade diese Perspektive erzeugt eine Intensität, die erschüttert und manchmal fassungslos macht. Keine nette Abendlektüre also, die man einfach so weglesen kann, aber trotzdem möchte ich das Buch nicht in meinem Regal missen. Denn neben dem kargen Alltag, der dem Leser beschrieben wird, gibt es immer wieder Episoden, die auch zum Lachen bringen. Meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

Luchterhand Literaturverlag
gebunden
497 Seiten
2000
Ersterscheinung 1996

Die Schrecken des Eises und der Finsternis von Christoph Ransmayr

Ein Buch über die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition von 1872 bis 1874. Kombiniert wird diese Dokumentation (angereichert mit Zitaten aus den Notiz- und Tagebüchern der Besatzung) mit der fiktiven Geschichte um Joseph Mazzini, der in den 1960er Jahren die Route der Expedition nachempfinden will und dazu zum Nordpol aufbricht.

Mit diesem Buch habe ich mich wirklich gequält. Wochenlang habe ich es mit mir herumgeschleppt und immer wieder versucht, den Faden nicht zu verlieren und Begeisterung zu empfinden. Aber ich bin kläglich gescheitert. Dabei ist das Thema so vielversprechend.

Der Handlungsstrang zur eigentlichen, tatsächlichen Nordpolexpedition war für mich am interessantesten. Allerdings fühlte ich mich mit Fakten und Zitaten schlichtweg überfordert. Auch die technischen Details waren für mich als Laie oft nicht nachvollziehbar und in ihrer Fülle daher eher störend. Christoph Ransmayr gelingt es nicht, die interessanten und unterhaltenden Fakten und Anekdoten aus der tatsächlichen Expedition herauszufiltern. Somit war es eher ermüdend, sich durch etliche Kleinigkeiten und Tagebucheinträge hindurchzuarbeiten. (Ja, arbeiten!)

Die eingewobene Geschichte um Joseph Mazzini, die am Anfang durchaus ihren Reiz hat, wurde im Laufe des Buches für mich immer undurchsichtiger und anstrengender. Mazzinis Persönlichkeit blieb mir verschlossen, sein Charakter so kühl, dass ich beim besten Willen nicht sagen kann, ob ich ihn sympathisch oder unsympathisch finde. So wie seine Motivation für die Reise nicht nachvollziehbar wird, bleibt er selbst undurchdringlich.

Auf der einen Seite von Fakten erschlagen, begibt man sich auf der anderen Seite in eine unterkühlte, meiner Meinung nach überflüssige Nachahmung. Ein Buch, von dem ich mir viel versprochen habe und das mich am Ende sehr enttäuscht hat.

Fischer Verlag
Taschenbuch
263 Seiten
1996
Ersterscheinung 1984

 

Stöckchen

Dieses Stöckchen habe ich bei http://sallybooks.de/buecherwelt/stockchen-lesestockchen/ gefunden.

1.) Was liest Du gerade?

Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt. Ich bin wohl die einzige, die es noch nicht gelesen hat.

2.) Welches Buch hat Dich zuletzt stark beeindruckt?

Der Historiker von Elizabeth Kostova

3.) Sammelst Du irgendetwas?

Bücher natürlich!

4.) Schreibst Du Widmungen in Bücher?

Ja, meistens. Ich finde es sehr schön, wenn man ein Buch nach ein paar Jahren aufschlägt und eine Widmung von einem lieben Menschen darin vorfindet. Egal wie einem das Buch dann letztendlich gefallen hat – es wird immer eine besondere Bedeutung haben.

5.) Schreibst Du Deinen Namen in Deine Bücher?

Das habe ich früher immer getan, weil ich viele Bücher verliehen habe. Inzwischen mache ich das aber nicht mehr.

6.) Welches Buch hast Du doppelt?

Keines

7.) Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen?

Von so ziemlich jedem 😉

8.) Sitzt Du im Kino lieber am Gang oder in der Mitte?

In der Mitte, eindeutig.

9.) Welche ist Deine liebste Romanfigur?

Jeremy Cole aus Der Medicus, weil er so viel zu erzählen hat. Mariam aus Tausend strahlende Sonnen, weil sie so stark ist. Ich mag aber auch Lisbeth Salander aus der Millennium-Trilogie und Thursday Next aus der gleichnamigen Reihe von Jasper Fforde.

10.) Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?

Da ich ein Regal habe, das sich nach oben hin auftürmt, ist mein System ein praktisches: Ganz oben stehen die Bücher, die ich in nächster Zeit auf keinen Fall (wieder) lesen werde, ganz unten die aktuell erstandenen.

11.) Lesen: vor dem ins Bett Gehen oder nach dem Aufstehen?

Fast jeden Abend vor dem Schlafen, am Wochenende auch mal vor dem Aufstehen.

12.) Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?

Welchem Feind?

13.) Hardcover oder Paperback?

Ich mag beides, es kommt auf das Buch an. Krimis zum Beispiel lese ich grundsätzlich lieber in Paperback.

14.) Zeitung aus Papier oder im Netz?

Im Netz

15.) Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?

Daran kann ich mich nicht erinnern. Es wird wohl irgendeine Tiergeschichte gewesen sein oder ein Hanni & Nanni Band.

16.) Deine liebste Literaturverfilmung?

Das ist schwierig. Ich habe selten sowohl das Buch gelesen als auch den Film gesehen. Vielleicht Stolz und Vorurteil mit Keira Knightley.

17.) Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?

Keine

18.) Bevorzugte Urlaubslektüre?

Auch keine. Im Urlaub lese ich die gleichen Bücher wie auch im Alltag.

19.) Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?

Das gibt es nicht. Für jeden ist etwas anderes wichtig und besonders.

Tod und Teufel von Frank Schätzing

Alles beginnt mit einer Verschwörung und einem Mordauftrag.  Köln, 1260: Eine Gruppe angesehener und wohlhabender Patrizier verbünden sich für ein gemeinsames Ziel. In die Quere kommt scheinbar nur der Dombaumeister Gerard Morart. Da er mehr weiß als er sollte, ist seine Beseitigung die einzige Lösung. Unfreiwillig wird der Tagelöhner und Gelegenheitsdieb Jacob Zeuge des Mordes. Von diesem Moment an kann er sich seines Lebens nicht mehr sicher sein…

Gleich auf der ersten Seite steigt man als Leser mitten hinein in ein Komplott. Worum es aber genau geht, wird immer nur angedeutet und so liest man weiter, gespannt auf die Lösung dieses Rätsels. Die Sprache ist flüssig und sehr bildhaft, weshalb man das Umblättern der Seiten kaum noch wahrnimmt.

Ich bin kein großer Leser von historischen Romanen. Ich habe oftmals in der Abteilung für historische Bücher den Verdacht – vielleicht zu Unrecht? – , dass sich dort einfach zu viel Schund verbirgt. Und deshalb greife ich meist gar nicht erst zu und wandele lieber ein paar Regale weiter.
Zu diesem Buch habe ich dennoch gegriffen. Zum einen weil mir Der Schwarm so gut gefallen hat und ich gehofft hatte, dass es sich nicht um ein One-Hit-Wonder handelt. Zum anderen weil es mir mehr als ein Mal empfohlen wurde. „Spannend von der ersten Seite“, hieß es da. Und ich muss zugeben: Es stimmt. Schätzing scheint einfach das Talent zu haben, den Leser schon mit den ersten Sätzen zu fesseln.
Man merkt dem Buch die vorausgegangenen, intensiven Recherchen an. Das Buch lebt durch seine Details, Beschreibungen und authentischen Charaktere. Natürlich bin ich kein Mittelalter-Experte, aber dennoch hatte ich nicht das Gefühl, moderne Menschen seien einfach ein paar Jahrhunderte zurück, in ein anderes Jahrhundert geworfen worden – wie ich das bei einigen anderen Mittelalter-Büchern empfunden habe.

Mein Fazit: Eine sehr spannende, kurzweilige Reise ins mittelalterliche Köln, die mich nicht nur mit einer mitreißenden Handlung, sondern auch ganz nebenbei mit tausenden kleinen Wissenshappen versorgt hat.  Das versöhnt mich ein wenig mit historischen Romanen im Allgemeinen und macht vor allem Lust auf mehr von diesem Autor!

Goldmann Verlag
Taschenbuch
509 Seiten
2003
Ersterscheinung 1995

Als ich schlief von Norbert Zähringer

Klappentext:

Berlin 1985. Beim Landeanflug auf die geteilte Stadt fällt der Flüchtlingsjunge Ismael aus dem Fahrwerkschacht eines Flugzeugs und überlebt. Auf den Zeitungsballen einer Altpapierhalde im Westen findet ihn Paul Mahlow, Judokämpfer, Frauenheld, Langzeitstudent und Wachmann. Während er den Jungen in ein Krankenhaus fährt, wird Mahlows bester Freund Alp bei einer Demonstration bewusstlos geschlagen – und wacht nicht wieder auf. Die bis dahin überschaubare Welt der beiden gerät aus den Fugen. Aus dem Koma heraus, gleichsam über allen schwebend und nicht nur allgegenwärtig, sondern auch alles erinnernd, erzählt Alp die Geschichte ihrer Freundschaft, die Geschichte Ismaels und die manchmal tieftraurige, dann wieder haarsträubend komische Geschichte seiner Familie, in der ein geheimnissvoller Großvater eine teuflische Rolle spielt. 

Die Klappentext war vielversprechend, auch wenn es um ein Thema ging, zu dem ich  noch nie etwas gelesen habe. Nichts destotrotz war ich gespannt auf die Umsetzung. Die Einstieg in das Buch mit einer Rückblende war originell und ich fühlte mich in der Wahl des Buches bestätigt. Nach wenigen Seiten allerdings kam ich mit dem Text nicht mehr zurecht. Es hat mich einfach nicht gepackt. Die Charaktere waren – in meinen Augen – langweilig bis unsympathisch. Niemand konnte richtig mein Interesse wecken. Der Verlauf der Handlung an sich hätte spannend sein können, wurde aber so lapidar beschrieben, dass ich ab Seite 88 einfach keine Lust mehr hatte. ABBRUCH

Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt für das Buch, vielleicht ist es aber auch einfach nicht mein Fall. Es landet jetzt erst mal wieder im Regal…

Rowohlt Verlag
gebunden
288 Seiten
2006
Ersterscheinung 2006

Nordstern von Helmut Kuhn


mare verlag
gebunden
256 Seiten
2002
Ersterscheinung 2002

Nordstern war der erste Roman des Journalisten Helmut Kuhn.

„Es ist ein kalter Tag im Februar. Die kahlen Kastanien vor meinem Fenster krümmen sich im Wind, und ein begriffloser Schrecken durchfährt mich. Sieben Ebenen errechnet die Mathematik auf der geschwungenen Linie der Katastrophe. Ich habe versucht zu vergessen. Ich wollte leben. Aber ist es überhaupt mein Leben, das ich da geführt habe? War es nicht vielmehr das seine, das ich nacherlebe, das ich fortsetze? Als sei ich ein ganz anderer, während mein wahres Ich auf dem Schiff geblieben ist, dort, wo es hingehörte, an Vaters Seite?“

Es geht um Max Kreuzberg. Er lebt in New York und arbeitet als Journalist. Doch Max hat sein Leben nicht im Griff. Die Vergangenheit lässt ihn nicht los, seine Kindheit, sein Vater und die gemeinsame Zeit sind für ihn ständig präsent.

Vom Vater gab es kein Lebenszeichen mehr seit Max 15 Jahre alt war. Das Segelschiff, die Nordstern, verschwand mit ihm spurlos in der Karibik. Mit diesen Erinnerungen umzugehen, fällt Max schwer. Um sie zu verdrängen, hat er sich in Exzesse und Alkohol gestürzt, doch vergessen konnte er sie nicht. Der Anruf eines Polizeibeamten reißt Max schließlich aus seiner jahrelangen Lethargie. Er beschließt den Dingen auf den Grund zu gehen und herauszufinden, was wirklich mit der Nordstern geschehen ist.

Im Grunde geht es um Max‘ Erinnerung an seinen Vater, den Vater „mit dem Walrossbart“. Einzelne Erlebnisse, kleine Anekdoten werden erzählt, Puzzleteil an Puzzleteil gereiht, bis ein Bild von einem Vater entsteht, der für Max manchmal Vorbild, sogar Held war. Besonders ist sicherlich, dass die Geschichte, die hier geschildert wird, sich tatsächlich ereignet hat. Es ist Helmut Kuhns eigene. Mit diesem Wissen liest sich das Buch noch eindringlicher.

Ich kann kaum in Worte fassen, wieso mich dieses Buch so berührt hat und weshalb es mich noch lange begleiten wird. Es gibt zwei Ebenen, die das Buch gestalten: Zum einen gibt es die Suche, das Nachforschen nach dem Geschehenen. Max einzelne Schritte und wie er einer Wahrheit immer näher zu kommen scheint, gibt der Geschichte ihren Fluss. Man hofft und bangt mit ihm, möchte mit ihm zusammen seinen Vater finden oder zumindest endlich Gewissheit erlangen. Auf der anderen Seite wird Max Inneres preisgegeben und das ist noch viel ergreifender, manchmal fast schmerzhaft. Er scheint sich selbst vollkommen verloren zu haben – oder noch gar nicht gefunden? Ich hatte fast das Gefühl, selbst Max zu sein und manchmal traf mich die Erschütterung mit voller Wucht.
Das ist ein Buch, das ich nicht mehr missen möchte!